Wie der ein oder andere vielleicht weiss habe ich in meinem ~1,5 Jahre alten PC eine GeForce 8800 GTX verbaut. Soweit so schnell. Leider ist ein Stromverbrauch rein für die Grafikkarte von 146 Watt in der heutigen Zeit nicht mehr wirklich tragbar. Wobei erschwerend hinzu kommt das besagte Karte von ihrem Hersteller kein 2D Profil spendiert bekommen hat. Das bedeutet im Endeffekt das egal ob man auf den Desktop glotzt oder man in Crysis Koreaner verhaut immer die gleiche Leistung verfügbar ist. Das ist natürlich großer Unsinn.
Daher habe ich mich aufgemacht und nach einer Lösung für dieses Problem gesucht. Die erste Möglichkeit dir mir aufgefallen ist war das BIOS der Karte zu verändern und selbst ein 2D Profil zu integrieren. Offensichtlicherweise ist das Risiko dabei nicht ganz ohne und ich habe mich ziemlich schnell entschlossen weiter zu suchen.
Kurz drauf viel mir, wie soll es anders sein, ein Tool namens RivaTuner in die Hände. Wer dabei an das in die Jahre gekommene PC-Spiel „Schatten über Riva“ denkt ist zwar mit mir auf einer Wellenlänge liegt aber völlig daneben. RivaTuner ist ein sehr bekanntes und umfrangreiches Tool mit dem man unter anderem die Lüfterdrezahl und die Taktung von Grafikkarten verändern sowie die Temperaturen Protokollieren kann. Alles in allem das was ich suche. Leider bin ich an dieser Stelle etwas zu sehr Perfektionist, Gewohnheitstier oder sonst was. Jedenfalls schien mir der RivaTuner etwas zu schwergewichtig für mein Ziel zu sein. Also ging die Suche erneut weiter.
Viele Google Anfragen und durchsichte Foren später stieß ich auf das ATI Tool. Halt! Stop! ATI? Gerade eben hab ich euch doch noch erzählt ich habe eine NVIDIA GeForce 8800 GTX. Richtig! Aber folgender Satz bringt Licht in die Dunkelheit.
ATITool is an overclocking utility designed for ATI and NVIDIA video cards.
…
Main Features
Support for overclocking for NVIDIA cards.
…
Klang soweit sehr vielversprechend. Nach kurzem Download und Doppelkick auf das Setup lachte mich folgende GUI an (Hier habe ich schon einige Einstellungen gemacht. Direkt nach der Installation entsprechen die Zahlenwerte den Standardwerten der Grafikkarte).

Nach einigen Minuten durchforsten der einzelnen Menüs stand fest. Das ist das Tool nach dem ich gesucht haben. Trotz laut Hersteller vorhandener Funktionalität waren leider (vermutlich Hardware oder Treibverbedingt) die Menüs zum Bearbeiten der Lüfterdrezahl und der Spannungen nicht zu finden. Drüber hinaus funktioniert aber alles wunderbar.
Begonnen habe ich damit das Tool autmatisch mit Windows starten zu lassen. Zu diesem Zweck legte ich auch ein „Low“ Profil mit der Taktung GPU 210 Mhz (Standard: 576 Mhz) und VRAM 335 Mhz (Standard: 900 Mhz) an, welche gleichzeitig autmatisch geladen wird. Damit lassen sich z.B. Spiele wie Pro Evolution Soccer 2008, Drakensang oder Supreme Ruler 2020 mit höchsten Einstellungen noch immer flüssig spielen. Nun aber eine andere Frage. Was passiert wenn es doch mal Crysis oder Mass Effect sein sollen? Kein Problem! Auch an dieses Scenario wurde Gedacht. Das ATI Tool kommt mit einer 3D Erkennung. Wird also eine 3D Anwendung entdeckt kann automatisch auf ein vorgegebenes Profil gewechselt werden. In meinem Fall das „Default“ Profil da eine Übertaktung für mich uninteressant ist. Wer aufgepasst hat fragt sich nun warum ich vorhin erwähnt habe das mit dem „Low“ – Profil einige Spiele wunderbar flüssig funktionieren. Spiele sind 3D Anwendungen und müssten folglich das „Default“ – Profil aktivieren. Soweit so richtig. Glücklicherweise besitzt die 3D Erkennung eine Black- und eine Whitelist mit denen man einen Profilwechsel erzwingen oder verhindern kann. Dazu muss lediglich der Name der entsprechenden Exe-Datei in die richtige Liste eingetragen werden und schwupps! Schon hat man das gewünschte Resultat.
Ca. 1 Stunde hat es mich gekostet das Ergebnis zu erreichen und ich muss sagen das es sich gelohnt hat. Mein Rechner ist nun um einiges Kühler und jagt je nach Situtation auch weniger Watt durch die Leitung.